Meditation.

Alles ommmm oder was?

Denkst du beim Thema Meditation als erstes an esoterisch angehauchte Dreadlock-Hippies, die keinen Kaffee trinken, aber Kamillentee schlürfend über den Zustand der Welt sinnieren? (Wer sich angesprochen fühlt: Nichts für ungut! Ihr seid toll!) Sorry, aber dann denkst du leider falsch. Meditation geht jeden was an, egal unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion, Kultur, Wohnort, Beruf und was dir noch so einfällt. Selbst die, die jetzt denken "So einen Quatsch brauch ich nicht". Und erst Recht die, die denken "Für sowas hab ich keine Zeit.".

Meditieren macht nachweislich gesund, glücklich und leistungsfähig. Wer damit starten will, braucht nur seinen Atem und ein paar Minuten seiner Zeit. Hast Du doch, oder?

Ziel ist es, einen Zustand innerer Ruhe zu erreichen, den Geist zu fokussieren und zu beruhigen. Diesen Zustand kannst Du Dir als gedankenlose Bewusstheit vorstellen. Dein Geist ist dabei wach und nimmt bewusst wahr, ist allerdings in dein Inneres gerichtet und vom Außen abgewandt.

Letztlich ist Meditation etwas, was man mit Worten nicht wirklich beschreiben kann. Meditation ist eine Erfahrung, die man machen kann. Worte können den Zustand nicht transportieren, weil es ein individueller Zustand frei von Gedanken ist.

Was das ganze bringen soll? Hier mal eine kurze Zusammenfassung: Positive Effekte sind zum Beispiel eine stabilere Gesundheit, ein gestärktes Immunsystem durch ein vermindertes Stresslevel und eine Erhöhung der Antikörper,  verbessertes Erinnerungsvermögen, emotionale Ausgeglichenheit, besserer Schlaf, eine gesteigerte Konzentrationsfähigkeit sowie Kreativität.*

Hast Du die Eier in der Hose?

Meditation ist alles andere als "esoterischer Quatsch" oder "nur für Softies". Sie ist der Mut still und allein zu sein. Nur Du und Deine Gedanken. Denn nur wenn Du allein bist kannst Du Dich selbst finden.

 

Meditation ist nichts für schwache Nerven. Sie konfrontiert Dich mit der Wirklichkeit. Bist Du bereit dafür, Dein tiefstes Inneres und wahres Selbst zu entdecken?

Aber: Sie ist keine Pille zum Einnehmen, nachdem alle Probleme gelöst sind. Sie ist regelmäßige Arbeit, ein langer Weg und arbeitet vor allem auch präventiv.

eierinderhose.jpg
weckerklingel.jpg

Echt jetzt? Entspann dich mal.

Entspannung entsteht, wenn du nur beobachtest, was ist. Mit Neugierde und Akzeptanz, aber ohne Widerstand gegen das Empfundene. Gedanken, Emotionen und Körperempfindungen verlieren ihre Kraft, wenn du sie so annimmst wie sie sind. Unruhe und Aufgewühltheit weichen mit der Zeit einer gewissen Gelassenheit, wenn du deine Gedanken und Gefühle einfach mal sein lässt, was und wie sie sind, ohne Reaktion. 

Vergangene Sorgen und zukünftige Pläne verblassen. Du trainierst deinen Geist, bei einer Sache zu bleiben ohne abzudriften. Das erhöht die Konzentrationsfähigkeit, macht dich klarer und präsenter. Das wiederum steigert deine Kreativität, deine Laune und Motivation. Ängste sind meist in die Zukunft projizierte Vorstellungen über bestimmte Ereignisse. In der Meditation wird sich hingegen auf das Hier und Jetzt konzentriert.

Tickst Du noch ganz sauber?

Wenn du meditierst, wirst du zum Beobachter der Vorgänge in Körper und Geist. Du nimmst wahr, ohne zu bewerten. Im Laufe der Zeit erkennst du, wie du tickst und wie deine Empfindungen zusammen wirken.

Wir wachsen in einer Welt auf, in der wir es gewohnt sind unsere Sinne nach außen zu richten. Wir sind es nicht gewohnt, den Blick auch ab und zu nach Innen zu richten. Häufig würden wir dann aber erkennen, dass dort viele Schätze verborgen sind.

Meditation ist wie eine innere Dusche. Stell dir vor du wärst ein Spiegel, der die Welt reflektiert. Mit der Zeit wird der Spiegel staubig und du kannst die Welt nicht mehr klar sehen so wie sie ist. Leider ist dieser verschleierte Zustand unser Normalzustand.

brainwash.jpg
erleuchtung.jpg

Your most sexy body part is your mind.

Train your brain! Wie wäre es, Meditation einfach als Training für dein Gehirn zu betrachten? Denn ja, Mediation verändert die Struktur deines Gehirns zum Positiven! Die Meditationspraxis fördert die neuronale Plastizität in Arealen mit Bedeutung für die sensorische, kognitive und emotionale Verarbeitung. Das ist sichtbar durch messbar höhere Kortexdicken als bei den Vergleichspersonen. Zum Beispiel nimmt die Dichte der Zellen in der mit Schmerz, Stress und Angst verknüpften Amygdala im Gehirn ab, während sich die grauen Zellen im Hippocampus drastisch verdichten. Der Hippocampus ist jener Teil des Gehirns, der für das Gedächtnis, Lernen, und emotionale Regulation wie Empathie und Selbst-Einsicht verantwortlich ist. 

 

Ein Beispiel: Der frontale Kortex, der u. a. als zentrale Exekutivstelle und für das Gedächtnis eine große Rolle spielt, schrumpft normalerweise mit steigendem Alter. Aber die 50‑jährigen Meditierenden einer Studie hatten dort die gleiche Kortexdicke wie halb so alte Personen.

Wie mach ich's richtig?

Es gibt kein richtig oder falsch. Unser Tipp ist: Löse dich von allen Erwartungen. Baue keinen Druck auf, sofort richtig meditieren zu können und schnell einen Effekt zu erkennen. Lasse dich auf die Meditation ein und finde deinen individuellen Weg – denn nicht alle Meditationsübungen eignen sich für jeden Menschen gleichermaßen gut.

Wenn du Meditation lernen willst, ist es essenziell neben der aktiven Meditationsausübung, Achtsamkeit und Bewusstsein im Alltag zu integrieren. Wenn du am Tag nur 20 Minuten meditierst und den Rest der Zeit in deinen festen Mustern bleibst und mehr oder weniger unbewusst lebst, wird der Effekt von deiner Meditation schnell verpuffen und du wirst wieder schnell viel Müll im Kopf ansammeln. 

Am besten ist es, nicht einfach draus los zu meditieren.

The Mindful Spaces bietet geführte Meditationen für jeden an: Ob morgens nach dem Aufstehen, Abend vorm Schlafen oder sogar schnell mal eben in der Mittagspause. Eine bunte Tüte, bei der für jeden was dabei ist, versprochen!

Wir selbst belegen dort Kurse und können sie dir deshalb wärmsten empfehlen. 

pexels-irise-drink-2721034.jpg